Leindotter

Der Leindotter ist eine uralte Kulturpflanze, was Funde aus der Zeit der Kelten belegen, wo Leindotteröl wegen des Geschmacks und den Inhaltstoffen das meist verwandte Speiseöl war. Lange bevor andere Nutzpflanzen wie Sonnenblumen, Kartoffeln, Raps etc. eine Rolle für unsere Ernährung spielten, wussten unsere Vorfahren das Leindotteröl zu schätzen.

Gourmet-Qualitäten von Leindotter
Leindotteröl ist außerordentlich delikat und fein in Geruch und Geschmack. Leicht würzig duftet es nach frisch gemähtem Löwenzahn und ist von hellgold-grüner Farbe. Im Geschmack erinnert Leindotter etwas an Erbsen, mild, voll und rund. Er ist aber wie alle herausragenden Speiseöle aus schonender Kaltpressung auch vorteilhaft pikant.
Der kulinarischen Vorteile wegen erhielt der Leindotter schon in früheren Zeiten unter französischen Feinschmeckern den Übernamen „Sesame d‘ Allemagne», während die Engländer glaubten, mit einem „Gold of pleasure» ihre Gerichte zu verfeinern.

Fettsäuren im Leindotteröl
Für eine ausgewogene Ernährung gewinnen immer mehr schonend kaltgepresste Speiseöle aus regionalem Anbau an Bedeutung. Dank dieser Entwicklung findet das fast vergessene Leindotteröl immer mehr Anhänger. Leindotteröl vereint viele positive Eigenschaften.
Hervorzuheben ist der hohe Gehalt an Alpha-Linolensäure / Omega 3 (32 – 40 %) und Linolsäure / Omega 6 (14 – 20 %). Damit beträgt das Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren in Leindotter etwa 1 : 3.
Als weitere wichtige Fettsäure enthält Leindotteröl die einfach ungesättigte Ölsäure (13 – 18 %).